Text zum Projekt von Fabienne, Maria und Sarah – 8.C

Veröffentlicht am 10. Dezember 2020

Ich wollte es nie.
Ich wollte mich nie formen lassen.
Nie perfekt sein.
Hab es geliebt meine Macken zu haben und mit diesen defekt zu sein.
Schiefe Nase? Ist normal.
Nein, in dieser Gesellschaft ist es ne Qual.
erzähl mir wie es ist perfekt zu sein.
Sag es mir wie es sich anfühlt in diese Gesellschaft zu passen, den Normen zu entsprechen.
Sag mir wie es sich anfühlt die Realität zu ertragen und nicht Wege suchen zu müssen aus dieser zu entfliehen.
Sag mir wie es sich anfühlt in einer Menschenmenge zu stehen und sich “sicher”, statt beobachtet zu fühlen.
Jeder sieht dich an.
Von oben nach unten.
Von unten nach oben.
Jeder bildet sich ein Bild über mich. Macht sich lustig wenn etwas anders ist.
Zuhause steh ich vor dem Spiegel und beobachte dieses Mädchen vor mir. Tränen in den Augen. Knurrender Magen. Unzufriedenheit und Trauer. Sie versucht sich zu formen wie ein Puzzleteil um in die Menge zu passen, und wird dabei zu einem Mosaik aus Scherben.
Ich wollte es nie.
Ich wollte mich nie formen lassen.
Hab es geliebt meine Macken zu haben und mit diesen defekt zu sein.
Doch der Druck wurde zu groß,
Sah ein letztes Mal in den Spiegel und ließ endlich los.