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Psychosoziales Beratungsteam

 

Das Psychosoziale Beratungsteam



Im Schuljahr 2008/09 wurde in der KMS und im BG/BRG Klusemannstraße das „Psychosoziale Beratungsteam“ installiert, um Schülern eine adäquate Hilfestellung bei Problemen und in Krisensituationen zu gewährleisten, sowie als Anlaufstelle für Kollegen und Eltern für psychosoziale Erziehungsanliegen zu Verfügung zu stehen.
Es besteht derzeit aus fünf Personen mit unterschiedlichen Ausbildungen und Erfahrungen, um so dem ganzheitlichen Betreuungsansatz gerecht zu werden.

  • Dr. Renate Huber, Schulärztin
  • Sigrid Fleischhacker-Diernberger, Beratungslehrerin
  • Mag. Birgit Kindlhofer, Schülerberaterin, Sozialpädagogin
  • Ludmilla Waltl, Sozialpädagogin
  • Mag. Michael Wehrschütz, Klinischer und Gesundheitspsychologe, Erziehungshelfer

Das Team trifft sich jeden Montag für zwei Stunden (10.30-12.30 Uhr) um eine gemeinsame Koordination der Aktivitäten zu besprechen.
Im ersten Teil (30-60 Min.) wird eine Fallbesprechung durchgeführt und die weitere Vorgangsweise nach der Priorität der Fälle vereinbart.
Im Team leistet Frau Dr. Huber den medizinischen Input und die Behandlung.
Frau Fleischhacker-Diernberger als Beratungslehrerin übernimmt vorwiegend Fälle aus der Unterstufe, wobei jeder Kollege jene Methode selbstständig und eigenverantwortlich auswählt, die zum Erreichen des angestrebten Zieles geeignet erscheint. Frau Fleischhacker-Diernberger arbeitet in Einzelarbeit mit den Schülern, hat aber auch die Möglichkeit mit der Klasse zu arbeiten (bei Bedarf auch an anderen Tagen!).

Ich arbeite im psychosozialen Beratungsteam überwiegend mit Schülern der Oberstufe, stehe den Jugendlichen aber in drei weiteren Sprechstunden (auch in meiner Funktion als Schülerberaterin) zur Verfügung.
Frau Waltl hat die Möglichkeit die Jugendlichen am Nachmittag während der Nachmittagsbetreuung zu beobachten, als Ansprechpartnerin zu wirken und außerhalb der Schulstunden als Vertrauensperson ihren Part zu übernehmen.
Herr Mag. Wehrschütz, der einzige Mann im Team, ist vor allem der Ansprechpartner für Burschen, er ist zuständig für die Diagnostik und psychologische Behandlung der Jugendlichen und kann bei Bedarf eine längerfristige Behandlung im Rahmen des Institutes Dr. Streit übernehmen.
Je nach Erfordernis ist eine kurz- oder längerfristige Beratung, Betreuung, sowie Krisenintervention möglich. Die Beratung beruht auf Freiwilligkeit, Vertrauen, Verschwiegenheit und auf Basis einer besonderen Beziehung zum Kind.
Die Schüler kommen oft selbst in die Sprechstunden (z.B. der Schülerberaterin, der Nachmittagsbetreuerin oder der Schulärztin), oder wenden sich nach einem Gespräch mit einem Lehrer des Vertrauens an das Team. Auch die Einbeziehung der Eltern in die Arbeit ist möglich und gegebenenfalls erwünscht.
Der Beratungsprozess gliedert sich üblicherweise in folgende vier Phasen:

  • Erhebung: Kontaktaufnahme, Abklärung der aktuellen Situation (Problemanalyse).
  • Planung des Beratungsprozesses: Feststellen des Beratungssetting und der Rahmenbedingungen.
  • Intervention: Durchführung der geplanten Schritte, laufende Evaluierung und Adaptierung des Betreuungsprozesses.
  • Abschluss: Reflexion, Zielüberprüfung, Evaluation, Dokumentation.

Der wichtigste Schritt in einer erfolgreichen Beratung ist immer am Anfang einen guten Kontakt zum Jugendlichen herzustellen. Das kann einerseits durch die Schulärztin erfolgen, wenn Schüler mit körperlichen Beschwerden (Kopfweh, Bauchweh, …) in die Sprechstunde kommen. Andererseits geschieht dies in den vereinbarten Sprechstunden, wenn man sich Zeit nimmt, um zuzuhören, eine akzeptierende und verständnisvolle Haltung einnimmt und die Jugendlichen mit ihren Problemen ernst nimmt.
Erst dann kann mit einer Intervention begonnen werden:

  1. Im ersten Schritt ist es wichtig, das Problem zu erkennen und zu definieren – „Was ist das Problem?“
  2. Dann daran zu arbeiten –

„Was will ich verändern?“ „Wie teile ich es ein?“ und „Welche Schritte muss ich gehen?“

  1. „Wie erreiche ich mein Ziel?“ und „Wer kann mir dabei helfen?“ (Eltern, Freunde, Lehrer …)
  2. „Welche Ressourcen habe ich?“
  3. und an einer klaren Zieldefinition zu arbeiten: „Bis wann möchte ich mein Ziel erreichen?“ und „Woran merke ich, dass ich es geschafft habe?“

Ziel unserer oft sehr zeitintensiven Arbeit im Psychosozialen Beratungsteam ist es, die Jugendlichen in schwierigen Phasen zu begleiten, für sie da zu sein, den Zugang sehr niederschwellig zu halten (Aushang in jedem Klassenzimmer) und ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme behilflich zu sein.

Mag. Birgit Kindlhofer

 

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