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SOZIALES LERNEN



Die Förderung der Sozialkompetenz zählt zu den allgemeinen Bildungs- und Lehraufgaben unseres Lehrplans und fließt in den täglichen Regelunterricht ein.
Unsere Schule setzt seit ihrer Entstehung auf die positiven Auswirkungen eines eigens dafür konzipierten Unterrichtsfaches auf Arbeitsatmosphäre und Schulklima.

Wir bieten unseren SchülerInnen in der Unterstufe von der ersten bis zur dritten Klasse eine Unterrichtsstunde SOZIALES LERNEN pro Woche, in der vierten Klasse 14tägig.

In den zweiten und dritten Klassen wird SOZIALES LERNEN heuer sogar einmal monatlich pro Klasse vom Klassenvorstand und einer weiteren Lehrerin im Team unterrichtet. Das ermöglicht noch mehr Konzentration auf die Anliegen unserer SchülerInnen.

Seit diesem Schuljahr steht SOZIALES LERNEN auch in der Oberstufe am Stundenplan. In Abständen von zwei bis drei Wochen ist dafür eine Stunde vorgesehen und die Klassenvorstände haben die Möglichkeit flexibel aktuelle Klassenthemen zu behandeln.

NEU: Wahlpflichtfach SOZIALES LERNEN
Seit nunmehr zwei Jahren gibt es bei uns dieses 2-jährige Wahlpflichtfach mit Maturareife, das von den Jugendlichen mit großem Interesse und viel persönlichem Einsatz besucht wird.

Auch wir LehrerInnen arbeiten an der Sensibilisierung unserer Sozialkompetenz. Zu Beginn jedes Schuljahres ermöglicht uns die Schulleitung ein 2tägiges Seminar mit namhaften TherapeutInnen aus der SYSTEMISCHEN PÄDAGOGIK. Selbst- und Gruppenerfahrung, praktisches Know-How und theoretische Ansätze bieten die Gelegenheit, die eigene Unterrichtstätigkeit zu reflektieren und neue Erkenntnisse und Erfahrungen in das Unterrichtsgeschehen einfließen zu lassen.

SOZIALES LERNEN war und ist ein zentrales Thema unserer Schulentwicklung. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des Faches und seinen inhaltlichen Möglichkeiten.

Weiters treffen wir KollegInnen uns zu einem jährlichen Erfahrungsaustausch im Schloss St. Martin. In dieser schulinternen Fortbildung stellen wir einander neu erprobte und bewährte Unterrichtsbeispiele zur Erweiterung der Sozialkompetenz vor.

 








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Was  ist Soziales Lernen?

 

Das Unterrichtsfach Soziales Lernen und ähnliche der Entwicklung der Sozialkompetenz der SchülerInnen gewidmete Unterrichtsstunden sind in den letzten Jahrzehnten in vielen österreichischen Schulen installiert worden.
Brüchiger gewordene Familiensysteme, eine hohe Zahl von Einzelkindern, die manchmal weniger Interaktionsgelegenheit mit Gleichaltrigen hatten oder haben und ein Mangel an Zeit für Kinder wegen wirtschaftlichem Druck sowie die Reizüberflutung durch die neuen Medien haben in Schulen die Notwendigkeit entstehen lassen, verstärkt Klassenklimaarbeit durchzuführen.

Steigende Aggressions- und Konfliktbereitschaft sowie ein Sinken der Toleranzgrenzen bei Kindern machen diese Art der Präventivarbeit sinnvoll, um eine entspannte Arbeitsatmosphäre als Grundlage für das Gelingen von schulischen Unterrichtsformen zu schaffen.

In verschiedensten Formen von Interaktionsspielen bekommen die Kinder/ Jugendlichen die Möglichkeit, Erfahrungen mit sich und der Gruppe zu machen, zu verbalisieren und zu reflektieren. Dadurch können Vertrauen und Respekt entstehen und weiter entwickelt werden.

Gesprächs- und Verhaltensregeln werden vereinbart und spielerisch geübt. Die Kinder können sich mit ihren Stärken und Schwächen ohne Leistungsdruck präsentieren und ihr eigenes Konkurrenzverhalten hinterfragen.
Störverhalten und in der Gruppe nicht erwünschte Verhaltensweisen können mittels Vereinbarungen und Interventionen modifiziert werden.
Auch Hintergründe dafür sollen beleuchtet werden. Das Verständnis für schwierige Lebensbedingungen von MitschülerInnen führt gewöhnlich zu mehr Toleranz. Gemeinsamkeiten und Eigenarten sollen wertschätzend reflektiert werden.
Kinder lernen neue Strategien, wie sie einander in Konflikten begegnen und in der Gruppe gut für sich selbst und andere sorgen können. Die Teamfähigkeit der SchülerInnen wird in spielerischer Form entwickelt.
Weiters bieten diese Stunden die Gelegenheit, bei  Kindern das manchmal große Defizit an Aufmerksamkeit ein wenig auszugleichen und sie in ihren Gesamtpersönlichkeiten zu stärken und zu ermutigen.

Mag. Maria Koppelhuber








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