Schulprofil
Das BG/BRG Klusemannstraße wurde im September 1991 als erste Allgemeinbildende höhere Schule (AHS) im bevölkerungsreichen Westen von Graz eröffnet. Die Schule wurde seit Beginn als Versuchsschule geführt, an der zahlreiche Innovationen entwickelt und dauerhaft installiert wurden.
Auf der Sekundarstufe I (Unterstufe) wurde zuerst mit vier, ab 2005 mit fünf Hauptschulen der Schulverbund Graz – West gebildet, in dem der Unterricht nach dem Modell der Kooperativen Mittelschule (KMS) organisiert war. Ab Schuljahr 2008/2009 wurde die Schule eine Neue Mittelschule (NMS) und übernahm als AHS-Standort die Verwaltung der AHS-LehrerInnen an allen NMS-Standorten in Graz.
Inhaltlich konnten sehr viele Erfahrungen aus der Arbeit als KMS in das Konzept der Neuen Mittelschule übernommen werden.
Das Modell der NMS richtet sich an alle Kinder im Alter von 10 – 14 Jahren ohne Rücksicht auf deren momentane Leistungsfähigkeit und Begabung. Um die bei einem breiten Begabungsspektrum der SchülerInnen notwendige Individualisierung und Differenzierung zu erreichen, wird in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Zwei-LehrerInnensystem (Teamteaching) unterrichtet. In der 3. und 4. Klasse stehen Wahlpflichtfächer im Gesamtausmaß von 6 Wochenstunden zur Auswahl. Sie bieten den SchülerInnen die Möglichkeit einerseits ihre Begabungen zu entwickeln, indem sie eine 2. Fremdsprache (Italienisch oder Französisch), Informatik oder das Fach Naturwissenschaftliches Experimentieren wählen oder andererseits durch vertiefenden Unterricht ihre Leistungen in Deutsch, Englisch und Mathematik zu verbessern. Integraler Bestandteil des Konzeptes der NMS ist das Fach Soziales Lernen, das auf jeder Schulstufe angeboten wird. Seit dem Schuljahr 2004/05 wird in einer Klasse pro Schulstufe in den Fächern Geographie, Biologie, Geschichte, Physik, Sport und Bildnerische Erziehung Englisch als Arbeitssprache verwendet.
Abgeschlossen kann die NMS nach der 8. Schulstufe entweder mit einem Realgymnasiumszeugnis oder einem Hauptschulzeugnis mit Leistungsgruppen werden. Die Entscheidung, welches Zeugnis ausgestellt wird, basiert auf dem Wunsch der Eltern. Falls die Eltern keinen Antrag stellen, erhält der/die SchülerIn jedenfalls ein Realgymnasiumszeugnis.
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Das
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Autonomen Verbundoberstufe

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In der Oberstufe (Sekundarstufe II) bieten drei Zweige – der naturwissenschaftliche Zweig, der Europazweig und der Kreativzweig – den Schülerinnen und Schülern neben einer fundierten Ausbildung in den traditionellen Fächern auch die Möglichkeit, individuelle Ausbildungsschwerpunkte zu setzen und dadurch die eigenen Berufs- und Weiterbildungsaussichten zu erhöhen.
Der Naturwissenschaftliche Zweig will vor allem auf technisch-naturwissenschaftliche Berufe, Kollegs und Studien vorbereiten. Er bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in Laborübungen ansatzweise experimentelles Forschen kennen zu lernen. Die Prinzipien der Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit und des Praxisbezugs des naturwissenschaftlichen Unterrichts stehen im Vordergrund. In den praktischen Übungen wird besonderer Wert auf exaktes Beobachten und sorgfältige Protokollführung gelegt. Als p rofilbildende Schwerpunktfächer werden Biologielabor, Chemielabor, Physiklabor und NAWI – Global (= geographische und gesellschaftspolitische Aspekte der Naturwissenschaft) angeboten.
Stundentafel
Der Europazweig will die Schülerinnen und Schüler auf eine Studien-, Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten, die gesamteuropäisch bzw. international orientiert ist. Die Schülerinnen und Schüler erlernen drei Fremdsprachen auf Maturaniveau und sollen durch die Auslandsaufenthalte und die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnerschulen internationale und interkulturelle Kommunikationsfähigkeit erlangen. Als profilbildende Schwerpunktfächer werden Internationale Kommunikation, European Studies, Sprache aktuell und 3 Fremdsprachen (entweder Englisch ab 5. Schulstufe + Italienisch oder Französisch ab 7. oder 9. Schulstufe + Latein ab 10. Schulstufe) angeboten.
Stundentafel
Der Kreativzweig
Jeder Mensch besitzt von Geburt an Fähigkeiten, Neues und Schönes, Nützliches und Interessantes hervorzubringen. Der Oberstufenzweig für Kreativität und soziale Intelligenz („Kreativzweig“) fördert den Zugang zu diesen Quellen der Kreativität in uns. Er macht Lust auf kreativen Umgang mit selbst gewählten, aber auch an uns herangetragenen Herausforderungen.
Kreativität gilt als zentrale Schlüsselqualifikation unserer Zeit – einer Zeit, die von hoher Dynamik, Schnelllebigkeit und der Anforderung nach Flexibilität gekennzeichnet ist. Die Entfaltung von Kreativität ist in so unterschiedlichen Gebieten wie den Wissenschaften, den darstellenden oder bildenden Künsten, der Wirtschaft, und nicht zuletzt auch in allen sozialen und zwischenmenschlichen Bereichen also unumgänglich, um zukünftige Entwicklungen im Sinne einer humaneren und gerechteren Welt produktiv mitgestalten und konstruktiv verändern zu können. Kreative Menschen sind glücklichere Menschen.
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