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Kursphase 4.Klassen

 


Kursphase zum Thema Sucht



8. April 2019

Am ersten Tag dieser Kursphase wurden wir von Frau Pilz, Frau Schirnhofer und Herrn Haller durch den Vormittag begleitet. Wir bekamen Zettel mit Wörtern auf den Rücken geklebt, in denen „Sucht“ enthalten war, hierbei nicht nur z.B. Crack-Sucht wie bei mir, sondern auch z.B. Gelbsucht, wie es auf Timons Rücken zu finden war. So bestückt spazierten wir durch den Raum und befragten andere der Klasse, welche Art von Sucht wir denn sozusagen mit uns herumtrugen. Sowohl bei Timon als auch bei mir fiel es einigen sehr schwer, passende Worte für die Beschreibung zu finden, weswegen wir zu jenen zählten, bei denen es am längsten dauerte, bis wir das Wort auf unserem Rücken errieten.
Im Weiteren wurden wir in Gruppen eingeteilt, meine bestehend aus Anna, Moritz, Larissa, Timon, Dominik, Selina und mir. Uns wurden konkrete Lebensgeschichten von Menschen mit einer Sucht ausgehändigt, im Falle meiner Gruppe die einer Frau mit einer Kaufsucht. Wir lernten, dass sich Sucht nicht von einem Tag auf den anderen entwickelt, sondern von mehreren Faktoren abhängt, wie z.B. der Persönlichkeit, dem Verlauf der Kinder- und Jugendzeit oder der momentanen Lebenssituation. Uns wurde der Unterschied zwischen substanzabhängigen Arten von Sucht und jenen Suchtarten, die nicht an eine Substanz gebunden sind (z.B. Spielsucht, Magersucht oder Esssucht), bewusst gemacht. Zudem überlegten wir, dass manche Süchte eher toleriert werden als andere, wie z.B. die Arbeitssucht. Viele der Suchtformen würden zu finanziellen Krisen von Familien führen. Selbst der Tabakkonsum eines starken Rauchers würde sich finanziell sehr deutlich zu Buche schlagen.


9. April 2019

Dass Sucht sich wie eine Abwärtsspirale darstellen lässt, wurde uns heute verdeutlicht. Viele würden ihr Suchtmittel zunächst gar nicht so mögen, es sich aber immer wieder zuführen, bis aus der ursprünglichen Abwehr des Körpers Gewohnheit an die Substanz oder das Verhalten und schließlich eine Sucht geworden ist. Bei Nikotin kann das bereits nach ein paar Wochen der Fall sein. Das Gehirn schüttet auf die Einnahme von Suchtmitteln hin große Mengen an Dopamin aus, auch als Glückshormon bekannt. Im Moment der massiven Ausschüttung entsteht ein enormes Hoch mit viel Antrieb und Motivation. Konsumierende mancher Drogen könnten die ganze Nacht durchtanzen – bis ihr Körper schließlich zusammenbricht. Ihr Depot an Dopamin ist leer, nach dem großen Hoch folgt ein unbeschreibliches Tief. Unsere Aufgabe bestand heute u.a. auch darin, die Abwärtsspirale bis zur Sucht auf einem Plakat darzustellen.


10. April 2019

Mit zwei Experten von VIVID, der Fachstelle für Suchtprävention, behandelten wir jene Themen, die die zwei Tage davor bereits durchbesprochen und von den VIVID-Experten vorgegeben worden waren, nochmals detaillierter und ohne LehrerInnen durch. Wir durften Fragen auf Zettel schreiben, die von den beiden Beratern sorgfältig beantwortet wurden. Beispiele für gestellte Fragen waren u.a. „Was ist Crack?“, „Ab wann gilt man als computersüchtig?“, „Wie wirkt Cannabis und wo kann man es bekommen?“ oder „Kann ich als Jugendliche/r von meinen Eltern verlangen, dass im gemeinsamen Wohnraum nicht geraucht wird?“ Die Antwort auf die letzte Frage lautete ‚ja‘. Den Betroffenen wurde geraten, ihre Eltern in einem ruhigen Gespräch darauf aufmerksam zu machen, dass man das Rauchen im Wohnraum als belastend empfinden würde und dessen schädigender Wirkung nicht ausgesetzt sein wolle. Die Frage ist nur – wie viele rauchende Eltern stellen den Schutz ihrer Kinder über ihr Bedürfnis, ihrer Sucht nachzugehen? Wird Rauchen nicht auch als Kavaliersdelikt gesehen?

Die beiden VIVID-Experten vermittelten einen souveränen Eindruck und konnten jede Frage von uns sehr gut beantworten. Die Tage, in denen wir uns mit verschiedensten Süchten beschäftigten, waren spannend und sehr bereichernd.

Benjamin Trnoska

 

 

 

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