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Lern- und Gedenkstätte Schloss Hartheim



Am 13.2.2019 fuhren die 6b und 7a nach Schloss Hartheim in Oberösterreich, um in der Lern- und Gedenkstätte an einem Workshop zum Thema NS-Euthanasie teilzunehmen. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung und durch die ehemalige Gaskammer der Tötungsanstalt für Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung sowie Personen, die der NS-„Rassenideologie“ nicht entsprachen, hatten die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen viel Zeit, um über das Gesehene im Zuge eines Workshops zu reflektieren und in Arbeitsaufträgen umzusetzen. Dabei entstanden zahlreiche kreative und kritische Auseinandersetzungen mit dem Thema Euthanasie und Mord an unschuldigen Menschen, die vor allem durch Fragen wie beispielsweise „Wie können Menschen dazu fähig sein?“ oder „Wie hätten wir reagiert, wenn wir damals in dieser Umgebung gelebt hätten?“ gekennzeichnet waren.
Anbei ist eine kleine Auswahl der entstandenen Arbeiten:

Brief über die Ereignisse in Hartheim (Tobias, Martin und Felix, 7a)
Liebe Mutter,
heute besuchte ich die Gedenkstätte Schloss Hartheim. Schloss Hartheim war Handlungsort eines Genozids an behinderten Menschen im Zeitraum des Nationalsozialismus unter Adolf Hitler. In diesem Schloss wurden circa 30000 Menschen durch qualvolle Methoden ermordet. Die Patienten wurden aus verschiedenen Nervenanstalten bzw. Behinderten-Heimen und KZs mit Bussen nach Hartheim eingeliefert. Dort angekommen wurden die Leute von Ärzten untersucht, um zu überleben, an welchen Krankheiten sie gestorben sein könnten. Nach der Untersuchung wurden sie in getarnten Gaskammern geschickt und somit getötet. Im Anschluss wurden sie in einem naheliegenden Raum eingelagert und manchmal erst mehrere Tage später im Krematorium verbrannt. Die Gegenstände von den Patienten wurden entweder vergraben oder verkauft.
Der Ort wirkte sehr bedrückend, da man im Hinterkopf behielt, dass hier 30000 Menschen ermordet wurden. Die Tötungsräume waren sehr einschüchternd, kalt und karg. Die Liste mit allen Namen der getöteten Personen raubte einem dem Atem. Das Schloss wirkte von außen nicht wirklich wie eine Tötungsanstalt, doch von innen wird einem klar, wie sehr der Schein trügen mag. Die Räume strahlen Hoffnungslosigkeit aus. Man wird immer wissen, dass hier das Böse geherrscht hat. Die Nationalsozialisten sahen diese Anstalt rein als Kostenersparung und vernachlässigten so das Leben von tausender Menschen. Wie konnte man die Menschen einfach nur gefühllos als wertlos abstempeln und sie ohne zu zögern hinrichten?
Der Besuch im Schloss Hartheim war sehr interessant und informativ und man konnte wirklich mitfühlen, wie es den Patienten in dieser Anstalt ging.

Innerer Monolog aus Sicht einer Anrainerin (Liesbeth und Anna, 6b)
Hoffentlich is es no net z’spät zum Wäsch‘ aufhängen. A bissl trockn suis jo no wern. Jeds Mal das Gleiche, wennst die Wäsch net rechtzeitig owa nimmst, riachts wida so schiarch… Ah! I hears scho wida do hintn. Muss mi no bealn bevor’s so stinkt. Das Essn sult a no am Tisch stehn. Herst no so vü zum tuan…. Do is jo scho da Bus. Bin I froh, dass mei Familie gsund is. Und immer san die Fenster zu…. Wer weiß wie vü wirklich drin dan. So jetztmuss i wirklich kochn gehn.
Ma hoffentlich bealn die sich mitm Essn, sonst wird’s ’m Bua wida schlecht von dem Gstank…. Rama die Teller no schnell weg…. „Herr Gott jetzt rauchts scho!“ Jetzt bin i zspät. I schau schnö ob die Wäsch den Gstank aufgnumman hot. Sonst kann i ols wieda woschn.

 

Hartheimer Statistik (Frau Grimm und Frau Tschuffer)
Blick aus dem Busfenster
idyllische Landschaft
Märchenschloss

Hinfahrt: 2 Busse, voll besetzt
Rückfahrt: 2 Busse, leer
Tag für Tag
und wieder schwarzer Rauch

Wo sind lachende Menschen, spielende Kinder?
nur schwarzer Rauch

Lebensspuren
durchkreuzt
nur schwarzer Rauch

dunkle Zeiten
1940 – 1941
schwarzer Rauch

Was haben sie falsch gemacht, die 18.000?

 

Zeichnung des Schlosses (Bianca und Gloria, 7a)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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