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Einblicke in den Caritas-Alltag



Im Rahmen unserer Projektwoche besuchten wir die Caritas in der Mariengasse, dies war berührend und zum Nachdenken anregend. Eine Nonne, die seit 17 Jahren für das Marienstüberl, eine kostenlose Essensausgabestelle, arbeitet, erzählte uns (4a und Frau Pilz, Herr Wolfmayr und Jens) in einem Sesselkreis von ihrem Berufsalltag. Sie berichtete von speziellen Zusammenkünften mit Menschen, die ihr in Erinnerung geblieben waren. So z.B. der obdachlose Mann, der mit offenen Wunden am Bein zur Essenausgabe gekommen war. Die Wunden waren nicht nur tief, sondern bereits schwarz und fast abgestorben vom Leben auf der Straße, und bei Nichtbehandlung drohte ihm der Verlust seines Beines. Nicht wenige Menschen verfügen über keine E-Card und haben somit keine Möglichkeit, sich jederzeit von Fachkräften medizinisch versorgen zu lassen. Manche leben schon so lange auf der Straße, dass sie den Bezug zur realen Welt verloren haben.

Auch drogenabhängige Menschen würden die Caritas-Betreuung in Anspruch nehmen, wohlwissend, dass bei der Essensausgabe im Marienstüberl selbstverständlich Alkohol-, Rauch- und Drogenverbot herrscht.
Die Nonne berichtete uns weiter über Flüchtlinge, die von den Caritas-Stellen betreut würden. Manchmal müsse Streit geschlichtet werden zwischen Flüchtlingen, die aus Ländern kommen würden, zwischen denen noch Krieg herrsche. Durch die Sprachbarriere fiele es einigen Flüchtlingen sehr schwer, hier in Graz einen Anschluss zu finden. Übersetzer, die vermitteln können, sind eine ständig gefragte Berufsgruppe.
PensionistInnen, die von einer sehr geringen Pension leben müssen und / oder einsam wären, würden ebenfalls die Caritas-Betreuungsstellen aufsuchen, einerseits, weil sie dort jemanden zum Reden finden, andererseits, weil ihnen gegen Ende des Monats das Geld ausginge.

Die uns betreuende Nonne war eine beeindruckende Persönlichkeit, jemand, dem man die Lebenserfahrung anmerkte. Sie strahlte eine Stärke, ja direkt eine Autorität aus, und es gab keinen Moment unseres Aufenthaltes Zweifel daran, dass wir ihr alle gebannt und aufmerksam zuhören würden. Ich habe Respekt vor jemandem, der solch eine Arbeit zu schaffen imstande ist, und es berührt zu hören, dass das Elend nicht fern oder ein Phänomen aus Zeitungsartikeln, sondern dermaßen nahe zu finden ist.
Wir wurden zudem über die vielfältige Bandbreite an Berufen bei der Caritas aufgeklärt, die für die Betreuung all dieser Menschen nötig sind. Es wurde betont, dass Zivildiener stets herzlich willkommen sind und einen wertvollen Beitrag zur Versorgung von diesen Menschen in Not darstellen.

Die 2. Klassen stellen bis zum 6. Dezember Re-Use-Boxen in allen Klassenräumen auf, in die man (nicht kaputte) Gegenstände wie z.B. Bücher, Geschirr, Elektrogeräte, Werkzeug, Kinderspielzeug, Sportartikel, Schuhe, Kleidung werfen kann, die dann am Nikolaustag zur Caritas gebracht werden, um sie bedürftigen Menschen zu spenden.  

Benjamin Trnoska

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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