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Ausgewählte Bilder und Geschichten unterschiedlicher Textsorten (Arbeitsaufträge während der Projektwoche):
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Hallo Lukas! |
Gedersberg, am 14.11.2011 |
Heute schreibe ich dir, weil es für mich ein besonderer Tag war. Diese Woche heißt Projektwoche. Ich gehe nicht in die Schule. Jeden Tag etwas Neues. Heute geht es um einen Workshop im TaO (Theater am Ortweinplatz). Warst du schon dort? Ich habe schon einmal mit unserer Klasse ein Stück angesehen. Es hieß „Restmüll“. Es war ganz toll.
Nun ist es an der Zeit, dass ich dir vom heutigen Tag erzähle. Es war echt voll lustig, denn wir haben nur Spiele gespielt. Keine Brettspiele, sondern Spiele zum besseren Kennenlernen. Ich wusste gar nicht, dass meine Mitschüler und ich so gut Schauspielen können. Das Schauspielen war mir etwas ungewohnt und ich fühlte mich ein wenig komisch. Hast du schon einmal schaugespielt? Ich möchte dir das Stück „Restmüll“ empfehlen, denn es war total witzig. Der Boris und der Gustav, das sind Schauspieler vom Theater, haben keine Eltern mehr, weil sich diese einfach davongeschlichen haben. Dann sind Boris und Gustav einmal ins Sofa hineingefallen und dort befand sich der Vater der beiden Jungen. Weißt du, was der gesammelt hat? Zehennägel von seinen Kindern! Er hat auch ihren Rotz in Größe und Farbintensität in einem Album geordnet.
Du, ich habe dir noch gar nicht erzählt, was vor dem Theaterworkshop passiert ist. Wir trafen uns um acht Uhr in der Klasse. Anschließend fuhren wir mit Frau Osou und Frau Niggler zum TaO. Dort empfingen uns Christine und noch eine Frau (deren Name weiß ich nicht). Mit Christine sind wir zu dem Platz gegangen, wo wir gespielt haben.
Lukas, jetzt habe ich dir das Wichtigste vom heutigen Vormittag geschrieben. Vielleicht habe ich dich neugierig gemacht und du möchtest auch einmal selber Theater spielen oder das Stück „Restmüll“ sehen. Wäre toll, wenn ich es geschafft hätte.
Bis bald
dein Freund David
David Gröbin, 1E-Klasse
Was kostet die Welt?
Eines Tages wachte ein Junge namens Leo auf seiner Matte auf. Seine Eltern waren sehr arm und konnten sich kein Bett leisten. Er hatte auch nur sehr wenige Freunde, da er ekelig und ungepflegt war. In der Schule wurde er ständig gehänselt. Er hatte keine sehr schöne Kindheit. „Es wäre sicher schön, viele Freunde und viel Geld zu haben“, dachte er kurz bevor er schlafen ging.
Am nächsten Tag wollte er in den Wald gehen, um Käfer zu zerquetschen. „Mama, darf ich in den Wald spazieren gehen?“, fragte er scheinheilig. Daraufhin erwiderte seine Mutter: „Natürlich darfst du!“ So machte er sich auf den Weg. „Wo seid ihr, Käferchen?“, murmelte er vor sich hin. Da entdeckte er einen Zettel, auf dem die Zahl 13 stand. Er hob ihn auf und betrachtete ihn genau. Erst jetzt bemerkte er, dass es sich um ein Glückslos handelte. Sofort lief er zur nächstgelegenen Trafik. Der Trafikant nahm das Glückslos, öffnete seine Kasse und überreichte Leo unauffällig insgesamt tausend Euro. Leo konnte es nicht fassen. In den nächsten Wochen kaufte er für sich und seine neugewonnenen Freunde Geschenke und Süßigkeiten. Nur seinen Eltern erzählte er nichts. Jetzt war er wirklich glücklich. Endlich hatte er richtige Freunde gefunden, dachte er. Doch ihm ging sehr schnell das Geld aus. Mit den Geschenken, die er für sich selbst kaufte, konnte er seine Freunde noch ein bisschen an sich binden. Doch es wurde immer weniger. Am Ende hatte Leo kein Geld mehr und ihm blieben nur mehr seine alten Freunde.
Er musste erkennen, dass man sich mit Geld nicht alles kaufen kann. Um glücklich zu sein, braucht man nicht viel Geld, sondern Menschen, die einen wirklich lieben.
Moritz Uttler, 1E-Klasse
Ein Gegenstand des Kriminalmuseums „flüstert“ seinen Gästen ein Gedicht ins Ohr:
Messerflüstern
Menschen wollen lassen töten,
sodass sie alle erröten.
Doch Messer flüstern leise: 3838383 „Nein, wir sind rein,
benützt uns nicht,
tötet Menschen nicht,
sondern lasst uns schneiden alles klein,
was nicht mehr lebt – das ist fein."
Abd El Hady Mayada, 1E-Klasse
Ein Gegenstand des Stadtmuseums „flüstert“ seinen Gästen ein Gedicht ins Ohr:
Der verlorene Ruf
Ich rufe dich nicht,
obwohl du deinen Namen von mir gehört hast –
rufe ich dich nicht.
Damjan Spasojevic, 1E-Klasse
Ein Lieblingsgegenstand der Kinder erzählt über seine Erfahrungen in der Vitrine des Stadtmuseums:
Lieber Markus! |
18.11.2011 |
Kannst du dich an mich erinnern? Ich bin’s, dein iPod, den du für zwei Jahre in die Vitrine gegeben hast. Als du mich dort gelassen hattest, dachte ich mir, dass du mich verkaufen willst. Aber dann kamen andere Gegenstände dazu und ich bemerkte, dass das eine Ausstellung war. Da ging es mir gleich viel besser.
Die meisten Kinder interessierten sich sehr für mich und fragten die Angestellte, ob sie ein bisschen Musik hören dürften. Doch die meinte: „ Besser nicht, da mein Akku schon zu schwach sei. Gleich darauf liefen ein paar Kinder zu ihren Eltern und fragten: „Kann ich zu Weihnachten auch so einen tollen iPod haben?“ Ich fand es schön, dass sich viele Kinder für mich interessierten!
Plötzlich redeten alle durcheinander und es wurde sehr unruhig um die Vitrine. Dann stellte ich fest, dass ein Legostein aus der Vitrine verschwunden war. Anfangs wunderte ich mich, warum alle einen Legostein suchten. Etwas später erfuhr ich, dass es davon nur fünf Stück auf der Erde gab. Sofort rief das Museum die Polizei an. Diese suchte überall nach dem Legostein. Als die Vitrinenwärterin einen großen Gegenstand zur Seite schob, erblickte sie den gesuchten, seltenen Gegenstand.
Doch niemand weiß, wie dieser kleine Gegenstand dorthin gekommen war. Vermutlich hatte ihn jemand versehentlich dahinter versteckt. Ich freute mich jedenfalls, dass sich die Kinder wieder für mich interessierten.
Mit vielen lieben Grüßen
dein iPod
Markus Kahr, 1E-Klasse
Endlich ist es soweit! Ich kann dir erzählen, was ich im Grazmuseum erlebt habe. Aber zuerst einmal muss ich dir erklären, wie ich meinen besten Freund Pilz kennengelernt habe.
Als du das Museum verlassen hattest, fühlte ich mich sehr einsam, hineingestopft mit anderen Glücksbringern, Büchern und…
Ich bekam wirklich Platzangst. Doch am nächsten Tag waren die meisten Dinge zum Glück weg. Plötzlich erblickte ich einen Pilz. Er war rot mit weißen Punkten.
Ich näherte mich ihm und fragte: „Wann wirst du abgeholt?“
„Lass mich in Ruhe!“, befahl der Pilz.
Ich hatte mich zu Tode erschreckt, weil der Pilz eigentlich gar nicht so unhöflich aussah. Beleidigt ging ich wieder weg und dachte mir: „Ich lass mich von diesem Hohlkopf doch nicht beschimpfen!“
Als ich mich umdrehen wollte, rief der Pilz: „Warte!“
„Wieso?“, fragte ich.
„Ich habe doch ein Loch in die Scheibe geschlagen.“
„Spinnst du, das darf man nicht“, schimpfte ich mit dem Pilz.
„Das ist mir egal, ich bin ja eingesperrt wie eine Raubkatze“, maulte er zurück. „Eigentlich hatte er Recht“, dachte ich mir. „Kannst du mir das Loch bitte zeigen?“, fragte ich ihn.
„Folge mir“, sagte er. „Ich heiße übrigens Pilzi“, erklärte der Pilz.
„Ich heiße Glückskugel“, sagte ich.
Als wir bei dem Loch waren, krabbelte ich durch und Pilzi folgte mir. Wir wanderten durch das ganze Museum und hatten eine Menge Spaß. Bitte, sei nicht böse, aber kannst du dir vorstellen eingesperrt zu sein? Pilzi und ich machten das jeden Tag. Doch ich glaube, es war ein Sonntag. Die anderen Objekte wunderten sich, wo wir blieben. Sie behielten uns immer im Auge. Mir platzte langsam der Kragen und ich sagte einem Tuch, dass es ein Loch gab. Das blöde Tuch erzählte es dann allen weiter, und so gingen alle Objekte rein und raus. Der Museumsaufseher merkte jedoch, dass nicht alle Objekte da waren. Er erblickte sofort das Loch und stopfte irgendetwas Schweres hinein, sodass niemand mehr aus der Vitrine konnte.
Tja, irgendwann kommt alles „raus“. Pilzi und ich hatten eine Idee, wie wir für immer zusammenbleiben konnten: Er wohnt seitdem in mir.
Liebe Grüße
deine Schneekugel
Katharina Schurl, 1E-Klasse
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Marta Petek, 1E-Klasse

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