![]() |
Als sich am 1. Dezember um 08:15 auch die letzten Verspäteten unauffällig unter das verschlafene Volk der 7B gemischt hatten, um diese mental zu unterstützen, hielt sich die Begeisterung für das bevorstehende Demokratie-Planspiel noch in Grenzen. Da uns bereits im Vorfeld von Lehrerseiten allerhand Gutes über dieses Pilotprojekt erzählt wurde, war uns die Vorstellung "Demokratie zu spielen" ein wenig suspekt geworden. Hinzu kam, dass wir keine genaue Vorstellung davon hatten, was uns eigentlich erwarten würde:
Wir wurden in vier Gruppen, die zugleich vier erfundene Länder repräsentierten, (Agricula, Finisterra, Kaukasien und Schokonia) eingeteilt.
Nachdem uns Projekt und Ziele vorgestellt worden waren, wurden uns die genauen Spielregeln erläutert. Anschließend hatten wir 45 Minuten lang Zeit uns eine Geschichte rund um die vorgegebenen Daten (wie beispielsweise das BIP) des jeweiligen Landes auszudenken.
Danach wurde in jedem Land jeweils ein(e) BundeskanzlerIn/AußenministerIn, FinanzministerIn, WirtschaftsministerIn, UmweltministerIn, KulturministerIn und JugendministerIn gewählt, die ihre Nation in verschiedenen Fragen innerhalb der "Erlebten Union" (kurz EU) vertreten sollten.
Die jeweiligen VertreterInnen der Länder trafen sich am Ratstisch, um Entscheidungen, wie beispielsweise die Höhe des EU Budgets zu bestimmen, die verbleibenden "EinwohnerInnen" nahmen ihre Plätze hinter dem jeweiligen Ländervertreter ein. Aufgrund des absoluten Sprechverbots für die EinwohnerInnen während der Diskussion stand jeder Nation eine so genannte "Time Out" Karte zur Verfügung, die es Einwohnern und Ländervertretern möglich machte, sich (erneut) abzusprechen, bzw. sich über etwaige neue Standpunkte klar zu werden.
Wurde eine Entscheidung getroffen, so bekam jedes Land einen oder mehrere "Demokratie Bausteine".
Eine einstimmige Entscheidung wurde mit drei Demokratie Bausteinen belohnt, für jede Mehrheitsentscheidung (in diesem Fall 3:1 Entscheidungen) gab es einen. Innerhalb der einzelnen Nationen musste anschließend demokratisch geklärt werden, ob die Entscheidung eher im Sinne der EU oder des eigenen Landes gefallen war, um den bzw. die eben erhaltenen Demokratie Baustein(e) dem Länder- bzw. EU-Interesse zuzuordnen.
Wider Erwarten wurde das Interesse der sonst als eher passiv verschrienen 7B geweckt, und mit dementsprechend großen Engagement wurde diskutiert und ein Konsens gesucht.
In der abschließenden Reflexion wurde Verwunderung über den Spaßfaktor in Worte gefasst und betont, dass sich das Verständnis von Demokratie grundlegend verändert bzw. verbessert hätte.
- Lena Gigerl
|
![]()



zur Bildergalerie>>
|