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Integrative Berufsorientierung – damit will die Klassenvorständin der 3c, Frau Mag. Maria Koppelhuber, seit der ersten Klasse ihren SchülerInnen die Berufswelt ihrer Eltern vorstellen und so frühzeitig das Interesse der SchülerInnen für ihre berufliche Zukunft wecken.
Im Oktober wurde durch eine Initiative von Frau Dr. Renate Rogi-Kohlenprath ein sehr interessantes Projekt durchgeführt: In drei Tagen stellte sie zusammen mit den Herrn Dr. Andreas Tauss und DI Thomas Stranzer das acib, das Austrian Center of Industrial Biotechnology, in Theorie und Praxis vor. Begleitet wurden die SchülerInnen von zwei „Buddies“ aus der 8a und zwei Klassenlehrern.
Am ersten Tag wurden den SchülerInnen von den Wissenschaftlern in der Schule einerseits die Aufgaben des acib erklärt, andererseits wurden die Kinder auf die Praxis am folgenden Tag vorbereitet. Da sie noch keinen Chemieunterricht hatten, wurden wichtige Grundbegriffe der Chemie und Biochemie besprochen, z.B. Biotechnologie, pH-Wert, Ester, Enzyme, Mikroorganismen usw.. Um 8.30 Uhr schlenderte am zweiten Tag eine lange Schlange von neugierigen SchülerInnen, Buddies und Lehrpersonen zur Technischen Universität Graz und trafen sich mit den Wissenschaftlern im acib.
Nach einer kurzen Wiederholung in einem Seminarraum und einer Gruppeneinteilung durften die SchülerInnen unter Anleitung und Mithilfe weiterer Assistentinnen des acib praktisch arbeiten und Versuche beobachten.
Versuch 1: Beschreibe unbekannte Proben durch Geruch, Farbe und pH-Wert.
Versuch 2: Stelle durch Auftragen eines Indikators auf ein Essay von Mikroorganismen fest, welche Proben ein Enzym enthalten, welches einen Ester in Alkohol und Säure spalten kann.
Versuch 3: Beobachte den Zuckerabbau durch Hefe und die dabei auftretende CO2-Entwicklung anhand eines Luftballons.
Versuch 4: Beobachte, wie Trockeneis in einer angefärbten Spülmittellösung durtch CO2-Entwicklung eine Schaumschlange produziert.
Am letzten Tag konnten sich die SchülerInnen in kleinen Gruppen mit Forschungsprojekten des acib beschäftigten, die sie dann der Klasse in einem Kurzreferat vorstellten.
Gekrönt wurde dieses Projekt durch eine Präsentation an einem Elternabend. Die SchülerInnen hatten freie Methodenwahl, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu präsentieren. Vollkommen selbständig hatten sie diesen Abend geplant: gewandte und sichere Moderatoren führten die sehr zahlreich erschienenen Eltern, die drei Wissenschaftler und Lehrpersonen durch das Programm, das aus Vorträgen, unterstützt durch Powerpoint, und szenischen Darstellungen bestand. Bei einem anschließenden kleinen Buffet wurde den SchülerInnen ein vielfaches Lob und Anerkennung ihrer Leistungen ausgesprochen.
Mag. Hans Klug
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